Alexander KrauseBUXTEHUDE. Alexander Krause bleibt Vorsitzender der CDU in der Hansestadt Buxtehude. Der Historiker (30) ist am Dienstagabend in der „Wachtelburg“ einstimmig wiedergewählt worden. Als Stellvertreter fungieren Susi Milewski und Harald Burmester.

Krause und Milewski sitzen auch im neuen Rat; Burmester hatte den Einzug mit dem Listenplatz 15 verpasst. Bei der Kommunalwahl im September hatten die Christdemokraten 26,1 Prozent der Stimmen verbucht und zehn Mandate gewonnen (Kommunalwahl 2011: elf Sitze).

„Wir lecken keine Wunden, sondern schalten auf Angriff“, betonte Krause nach der Wiederwahl als Partei-Chef. In der Ratsfraktion hat weiterhin Arnhild Biesenbach das Sagen, ihre Vize sind Robert Kamprad und Olaf Riesterer; das Amt der stellvertretenden Bürgermeisterin soll am Montag, 7. November, 18.30 Uhr, bei der konstituierenden Ratssitzung im Ratssaal im „Alten Rathaus“ an Petra Möhle gehen; den anderen Bürgermeisterposten wird – wie berichtet – Christel Lemm (SPD) übernehmen.

Der CDU-Stadtverband will sich weiter öffnen – und mit Veranstaltungen in den Stadtteilen und dem Frühjahrsempfang auch die Nicht-Parteimitglieder an der Meinungsbildung beteiligen.

Für die CDU habe die Haushaltskonsolidierung in der neuen Wahlperiode höchste Priorität, neue Schulden sollten vermieden, alte abgebaut werden; auch über eine Entlastung der Bürger und der Gewerbebetriebe (Gewerbesteuer) müsse, abhängig von der Kassenlage, nachgedacht werden. Gespannt ist Krause auf den Entwurf des Haushaltes 2017, der in der kommenden Woche von Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt vorgestellt wird.

Zwei Hauptbaustellen sieht die CDU im Schulbereich, hier werde Buxtehude Millionen investieren müssen. Krause verweist auf den Bedarf an Unterrichtsräumen an der Halepaghen-Schule (HPS) und am Schulzentrum Süd. An den Gymnasien fehlen nach dem Abschied vom Turbo-Abitur zum Schuljahr 2018/2019 voraussichtlich 17 Unterrichtsräume, acht davon am SZ Süd. Dringend müssten auch die veralteten und nicht mehr zeitgemäßen naturwissenschaftlichen Räume an der HPS ersetzt werden. „Die Räume sind nicht mehr tragbar“, sagt Biesenbach. Ob ein Neubau wie am SZ Süd notwendig ist, müsse geklärt werden. Die Halepaghen-Schule hat vorgeschlagen, die heutigen, veralteten Bio-, Chemie- und Physikräume in Klassenräume umzuwandeln. Im Bereich der Hausmeisterwohnung könnte ein naturwissenschaftlicher Trakt entstehen, übergreifend für MINT (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften wie Bio, Physik und Chemie sowie Technik), kombiniert mit einem Schülerforschungszentrum für Mechatronik und Robotik und multifunktionalen Fachräumen. Die dritte Baustelle, in der Priorität etwas dahinter, sei der Sport, von der Sanierung der Sporthalle Nord bis zum fünften Hallenteil am Schulzentrum Süd.

Buxtehuder Tageblatt, 02.11.1986. Foto: Vasel/CDU