Peter Schmidt und Alexander Krause Foto: Wisser/Tageblatt

BUXTEHUDE. Das große Areal im Herzen der Stadt Buxtehude ist weitgehend ungenutzt – CDU-Chef Alexander Krause will es zum Ort der Begegnung machen und nicht mehr auf die Mini-Deiche warten.

Die Fläche ist groß, begrünt und mit altem Baumbestand versehen, und sie liegt dort, wo in der Nähe eigentlich immer viele Menschen unterwegs sind. Trotzdem ist der Buxtehuder Stadtpark meistens leer. Zwischen dem Hallenbad Aquarella und dem Westviver passiert nicht viel, im Grunde wird das Areal nur als Durchgangsweg genutzt. Mehrere Initiativen, das zu ändern, brachten in den vergangenen Jahren keinen Erfolg.

Jetzt unternimmt Alexander Krause, Vorsitzender des Ortsverbands der CDU Buxtehude, einen neuen Vorstoß, um den Stadtpark im Herzen der Stadt zu einem Ort der Begegnung zu machen. Er will eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, die Ideen und Vorschläge sammeln soll, die dann auch tatsächlich umgesetzt werden können. „Die Stadtpark ist ein zentraler Punkt, und er sollte auch ein zentraler Treffpunkt sein“, sagt Alexander Krause. Die CDU hatte das auch schon in ihrem Programm für die Kommunalwahl im vergangenen September gefordert. Krause will mit der Initiative erreichen, dass die Buxtehuder Innenstadt für junge Menschen attraktiver wird. „Wir bekommen oft genug den Vorwurf, dass Buxtehude einschläft“, so Krause. „Hier können wir mit relativ geringen Aufwand viel erreichen.“ Der Buxtehuder Stadtpark sei mit seiner Größe und seiner Lage eigentlich eine Perle der Stadt. Sein aktueller Zustand lade aber weder zum Verweilen noch zu einer Nutzung als Veranstaltungsfläche ein. Im Rahmen einer umfassenden Überplanung könne er aber zu einem attraktiven Naherholungsgebiet werden. Die Ausstattung mit entsprechender Technik oder einer natürlichen Bühne könnte Konzerte oder Public-Viewings ermöglichen. Krause regt an, eine Arbeitsgruppe „Stadtpark“ einzurichten, die unter Beteiligung des Stadtentwicklungs-, Bau- und Kulturausschusses Nutzungsideen für den Buxtehuder Stadtpark erarbeitet. Eine gute Lösung könne aus Sicht von Krause ruhig auch Geld kosten. Der alte Baumbestand soll aber bei allem, was hinterher passieren soll, nicht angetastet werden.

Kunst, Kultur, Kinder

Unterstützt wird der Parteichef dabei von Peter Schmidt. Der Einzelhändler, Musiker und Künstler sitzt für die CDU als parteiloser Zugewählter im Kulturausschuss der Stadt. Aus Schmidts Sicht gibt es drei Möglichkeiten der Nutzung. Kunst, Kultur und Kinder. „Hier wäre zum Beispiel ein idealer Raum für einen Kinderspielplatz“, sagt Schmidt gegenüber dem TAGEBLATT. Er selbst war 2008 als damaliger Sprecher des Altstadtvereins mit einer Initiative zur Aufwertung des Stadtparks in die Öffentlichkeit gegangen.

Der Architekt Helmut Frenzel hatte sich Gedanken gemacht, wie der Stadtpark mit einer Bühne versehen werden könnte. Die skizzenhafte Ausführung zeigt eine Open-Air-Bühne mit Atrium-Charakter, in der Mitte mit einer Senke, die mit Naturstufen-Rändern zum Sitzen einlädt. „Die Bühne selbst sollte schon ein kleines Kunstwerk darstellen – geschaffen für kleine, feine und leisere Darbietungen von Poetryslam, Tanz- oder musikalischen unplugged Darbietungen bis hin zum kleinen klassischen Konzert“, sagt Schmidt.

Eigentlich wollte die CDU mit der Umgestaltung des Stadtparks warten, bis das Hochwasserkonzept einschließlich der umstrittenen Mini-Deiche umgesetzt wird. Das würde auch entlang des Westvivers im Stadtpark eine bauliche Veränderung bedeuten. Nachdem aktuell aber völlig unklar ist, wie und ob die Mini-Deiche kommen, soll mit dem Projekt jetzt angefangen werden.

Von Karsten Wisser, Buxtehuder Tageblatt, 12.2.2017

http://cdu-buxtehude.de/wp-content/uploads/2015/02/2017-01-31-Neugestaltung-Stadtpark-.pdf